Weihnachten mit der Familie: 14 Vorhersagen für Typical
Weihnachten ist das Fest der festen Abläufe. Jedes Jahr sitzt dieselbe Familie am selben Tisch, und vieles wiederholt sich zuverlässig: Ein Päckchen wird geschüttelt, bevor es aufgeht, beim Essen kommt die Geschichte vom Fest vor dreißig Jahren, und nach dem Nachtisch wird das Sofa erstaunlich beliebt. Typical macht aus diesem Wissen ein Spiel für alle Generationen. Vor dem Fest schreibt jede Person Vorhersagen über die anderen, während der Feiertage hakt ihr ab, was eintritt. Was über einen selbst geschrieben steht, sieht man erst, wenn es eingetreten ist. Wie das Spiel im Einzelnen funktioniert, steht in der Spielanleitung.
So richtet ihr die Runde ein
- Kartengröße nach Dauer des Besuchs. Für einen einzigen Abend mit Bescherung genügt 3 × 3. Bleibt ihr von Heiligabend bis zum zweiten Feiertag zusammen, passt 4 × 4. Wer nur zu zweit oder zu dritt feiert, fängt besser mit 2 × 2 an.
- Den Stichtag auf das Ende des Besuchs legen. Setzt ihn auf den Abend des letzten Feiertags oder auf den Tag, an dem die Ersten abreisen. Dann endet die Runde von selbst, und niemand muss im Abschiedstrubel daran denken. Beim Schreiben zeigt der Stichtag außerdem, wie weit eine Vorhersage reichen darf.
- Einen Gewinn ohne Geld ausmachen. Wer gewinnt, muss nicht abwaschen, darf am nächsten Morgen ausschlafen oder sucht den Film für den Abend aus. Solche Gewinne freuen Kinder genauso wie Großeltern.
- Blitz oder frei schreiben – je nach Familie. Nicht alle tippen gern auf dem Handy. Mit „Blitz“ und der Kategorie „Typisch wir“ füllt Typical die Karten mit fertigen Sätzen, und es kann sofort losgehen. Wer Vorhersagen will, die genau eure Familie treffen, wählt „Frei schreiben“ – dafür eignet sich eine ruhige Stunde vor dem Festessen.
14 Vorhersagen für die Feiertage
Diese Sätze sind für Weihnachten und andere Familienfeste geschrieben. Auf der Karte steht vor jedem Satz der Name einer Person aus eurer Runde:
- schüttelt ein Geschenk, bevor es ausgepackt wird
- hebt das Geschenkpapier auf, um es wiederzuverwenden
- sagt beim Auspacken „Das wäre doch nicht nötig gewesen!“
- rückt eine Kugel am Weihnachtsbaum zurecht
- nascht vom Plätzchenteller, bevor das Essen auf dem Tisch steht
- fotografiert den gedeckten Tisch, bevor jemand anfangen darf
- nimmt sich ein zweites Mal Nachtisch
- fragt nach dem Rezept für ein Gericht
- erzählt, wie Weihnachten früher gefeiert wurde
- singt bei einem Weihnachtslied lauter als alle anderen
- schläft nach dem Essen auf dem Sofa ein
- ruft Verwandte per Videoanruf an
- schlägt einen Spaziergang nach dem Essen vor
- verteilt beim Abschied Reste in Dosen
Was in jeder Familie passiert
Manches tritt nicht nur an Weihnachten ein, sondern bei jedem Familientreffen. Die folgenden Sätze stammen aus der Kategorie „Typisch wir“ im Blitz-Modus und passen gut zu langen Tagen im Wohnzimmer:
- erzählt eine Geschichte, die alle schon kennen
- trommelt alle für ein Gruppenfoto zusammen
- zeigt allen ein Video auf dem Handy
- fragt nach einem Ladekabel
- beschwert sich über das Wetter
- gähnt laut
- verabschiedet sich und bleibt dann noch eine Stunde
Tipps für eine Runde mit allen Generationen
- Eine Person übernimmt die Runde. Am besten jemand, der sich mit Handys auskennt und vor dem Fest Zeit hat. Diese Person legt die Runde an, schickt den Code oder Link in den Familienchat und hilft den Großeltern beim Beitreten. Im Browser genügt ein Name, ein Konto braucht niemand.
- Kinder spielen im Team mit. Ab vier Personen gibt es den Teammodus. Wer noch nicht lesen kann, bildet mit einem Erwachsenen ein Team: Der Erwachsene liest die Karte vor, das Kind passt auf und ruft, sobald etwas eintritt. Kinder sehen dabei oft mehr als alle anderen.
- Sofort abhaken, nicht abends gesammelt. Wer eine Vorhersage eintreten sieht, hakt sie gleich ab. Sonst geht im Trubel der Bescherung die Hälfte verloren, und am Ende weiß niemand mehr, wer wirklich zweimal Nachtisch genommen hat.
- Die Ruhigeren über das Schreiben einbinden. Gerade wer bei Tisch wenig sagt, beobachtet oft am genauesten. Weil jede Person über die anderen schreibt, haben auch die Stillen ihren Anteil am Spiel – und ihre Sätze treffen erstaunlich oft.
- Das Handy nicht zur Hauptsache machen. Typical läuft nebenher. Legt das Handy weg, wenn gegessen oder ausgepackt wird, und schaut in den Pausen nach. Das Spiel lebt vom Fest, nicht umgekehrt.
Typische Fehler
- Zu große Karten. Eine 5 × 5-Karte wird an einem einzigen Abend selten voll, und die Spannung verpufft. Lieber klein anfangen und zwischen den Jahren eine zweite Runde starten.
- Heikle Themen. Erbschaften, Gewicht, alte Streitigkeiten oder die Frage nach Enkelkindern gehören nicht auf die Karte. Was an Weihnachten wehtut, tut doppelt weh.
- Vorhersagen, die man nicht sehen kann. „Freut sich über die Geschenke“ lässt sich nie abhaken, „bedankt sich mit einer Umarmung“ schon.
Wenn die Runde endet
Ist die Runde vorbei, liegt alles offen: Jede Person sieht, was über sie geschrieben stand, auch das, was nie eingetreten ist. Gerade an Weihnachten wird dieser Moment oft zum schönsten des Abends, weil sich zeigt, wie gut sich eine Familie kennt – und wie liebevoll sie über ihre Eigenheiten lacht.