Vorhersagen fürs Teamevent – Typical mit Kollegen
Ein Betriebsausflug, die Weihnachtsfeier oder zwei Tage Offsite im Tagungshotel: Dort erlebt man Kolleginnen und Kollegen anders als im Meeting. Jemand findet als Erstes die Kaffeemaschine, eine andere Person hat schon die Fotos vom Vormittag im Handy, und spätestens beim Abendessen erzählt jemand, wie das Event vor drei Jahren war. Typical macht aus solchen Beobachtungen ein Spiel, das niemanden vorführt: Vor dem Event schreibt ihr Vorhersagen übereinander, im Lauf des Tages hakt ihr ab, was eintritt. Wer zuerst eine Linie voll hat, gewinnt. Die Regeln im Einzelnen stehen in der Spielanleitung.
So richtet ihr die Runde ein
- Kartengröße nach Dauer. Für eine Feier am Abend reicht 3 × 3. Ein ganzer Ausflugstag trägt 4 × 4, ein Offsite über zwei oder drei Tage auch 5 × 5.
- Teams quer durch die Abteilungen. Ab vier Personen könnt ihr „Als Team“ spielen. Mischt die Teams bewusst, damit Leute zusammenspielen, die sonst wenig miteinander zu tun haben. Das bringt oft mehr als jede geplante Teamübung.
- Stichtag auf das Ende des Events. Setzt ihn auf den Abend des letzten Tages. Dann endet die Runde von selbst, auch wenn niemand eine Linie geschafft hat, und es gewinnt, wer dem Bingo am nächsten war.
- Ein Gewinn ohne Geldwert. Wer gewinnt, sucht das Lokal fürs nächste Teamessen aus, bekommt den Fensterplatz im Bus oder eröffnet das nächste Teammeeting mit einer Frage nach Wahl.
- Blitz oder frei. Mit „Blitz“ und der Kategorie „Typisch wir“ füllt Typical die Karten selbst – praktisch, wenn ihr erst im Bus anfangt. Kennt ihr euch schon länger, ist „Frei schreiben“ lustiger, weil dann eure eigenen Beobachtungen auf den Karten stehen.
14 Vorhersagen für Teamevent und Firmenfeier
Diese Sätze beschreiben Verhalten, das man sehen oder hören kann, und keiner davon stellt jemanden bloß. Auf der Karte steht vor jedem Satz der Name einer Person aus eurer Runde:
- fragt im Bus, wann die erste Pause ist
- fotografiert das Buffet, bevor jemand etwas nimmt
- bietet an, das Gruppenfoto zu machen
- fragt nach dem WLAN-Passwort
- eröffnet die Vorstellungsrunde
- fotografiert nach dem Workshop das Flipchart
- sagt „Das nehmen wir mit“
- benutzt beim Abendessen ein Wort aus dem Projektjargon
- holt Kaffee für mehrere Leute auf einmal
- stellt sich jemandem aus einer anderen Abteilung vor
- erzählt, wie das Event in einem früheren Jahr war
- holt sich ein zweites Dessert
- eröffnet die Tanzfläche
- räumt am Ende ungefragt mit auf
Aus dem Blitz-Modus
Wählt ihr „Blitz“ mit der Kategorie „Typisch wir“, kommen unter anderem diese Sätze auf die Karten. Sie passen zu jeder Gruppe und treten bei einem Teamevent fast sicher ein:
- zückt mitten im Gespräch das Handy
- googelt mitten in einer Diskussion, wer recht hat
- fragt nach einem Ladekabel
- schlägt vor, was als Nächstes gemacht wird
- drückt einen Anruf weg
- fragt, was eigentlich der Plan ist
Tipps für die Runde unter Kollegen
- Eine Person aus dem Team leitet, nicht die Führungskraft. Wer die Runde anlegt, ist Gastgeber und richtet sie ein. Übernimmt das jemand aus dem Team, wirkt das Spiel nicht wie ein Programmpunkt von oben, und alle spielen lockerer mit.
- Vorher schreiben, nicht während des Programms. Plant zehn Minuten am Vortag oder auf der Anreise ein. Wer während eines Vortrags tippt, wirkt unhöflich gegenüber denen, die vorne stehen.
- Abhaken in den Pausen. Wer etwas beobachtet, merkt es sich und hakt es in der nächsten Pause ab. Ein Haken zählt sofort; wer sich vertan hat, nimmt ihn einfach wieder zurück.
- Die Ruhigeren einbinden. Weil jede Person über die anderen schreibt, haben alle gleich viel Einfluss auf die Karten – auch wer im Meeting selten das Wort ergreift. Lest bei der Auflösung die treffendsten Sätze vor; oft stammen sie von denen, die sonst wenig sagen.
- Neue im Team mitnehmen. Wer erst seit ein paar Wochen dabei ist, kennt die anderen kaum. Dann ist der Blitz-Modus die bessere Wahl, damit niemand ratlos vor einem leeren Feld sitzt.
- Freiwillig bleiben. Wer nicht mitspielen will, muss nicht. Typical läuft schon mit zwei Personen, und im Browser genügt ein Name – niemand braucht ein Konto oder eine App auf dem Diensthandy.
Was nicht auf die Karte gehört
Am Ende der Runde liegt alles offen: Jede Person sieht, was über sie geschrieben stand, auch das, was nie eingetreten ist. Schreibt deshalb nur, was ihr der Person auch ins Gesicht sagen würdet. Bei einem Firmenevent heißt das konkret:
- Nichts über Leistung oder Gehalt. Statt „liefert zu spät“ lieber „sitzt schon im Bus, bevor alle anderen da sind“.
- Nichts Privates. Beziehung, Gesundheit, Aussehen und Familie bleiben draußen, auch wenn alle Bescheid wissen.
- Kein Alkohol. Sätze übers Trinken setzen alle unter Druck, die nicht trinken, und haben auf einer Karte, die das ganze Team liest, nichts verloren.
- Keine Insider. Ein Satz, den nur zwei Leute verstehen, lässt sich von den anderen nicht abhaken.
Wer nach dem Event weiterspielen will, findet Ideen für Büroalltag und Mittagspause in den Vorhersagen für jeden Tag.